Es muss nicht zwingend sein, dass eine Ernährungsberatung nur für kranke Leute sinnvoll ist. Es macht durchaus auch Sinn, wenn gesunde Leute eine Ernährungsberatung aufsuchen. Doch, was ist mit den Kosten? Da Ernährungskurse eine präventive Gesundheitsvorsorge sind, werden die Kosten in den meisten Fällen von den Krankenkassen bezuschusst. Der Versicherte wird häufig vor die Wahl gestellt: Entweder findet er einen Kurs auf eigene Faust oder er nimmt an einer Einzel- oder Gruppenberatung aus dem Angebot der Krankenkasse teil.
Bevor man sich jetzt aber auf Beratungssuche für eine Diät begibt, sollte die Bezuschussung mit der Krankenkasse genau abgeklärt werden. Zum einen sind die Leistungen bei den Kassen verschieden und zum anderen müssen die frei gewählten Angebote wie beispielsweise eine Diät-Beratung den Qualitätskriterien der jeweiligen Kassen entsprechen. Die einen Krankenkassen schauen darauf, dass das Konzept des Anbieters wissenschaftlich evaluiert und anerkannt ist. Bei anderen Kassen muss das Beratungsgespräch für eine Diät von einem Ökotrophologen durchgeführt werden.
Die Kostenübernahme für die Ernährungsberatung ist von Kasse zu Kasse verschieden. Einige bezuschussen eine präventive Beratung mit 80 Prozent der Kosten oder mit maximal 75 Euro. Bei anderen übernimmt die Krankenkasse für die erste Maßnahme lediglich 35 Euro. Normalerweise können sich Versicherte einmal pro Jahr eine Maßnahme aus dem Themenfeld des Präventionsprogramms aussuchen. Darunter fällt neben Bewegung und Entspannung auch ein Fachgespräch über Körpergewicht und Diät.
Etwas anders sehen die Zuschüsse zur Ernährungsberatung bei Krankheiten hat. Hier hat grundsätzlich jeder Anspruch auf eine Leistung der Krankenkasse, sofern die Krankheit durch die Ernährung verursacht wurde oder eine Ernährungsumstellung sinnvoll ist. Dazu gehören sicher Stoffwechselstörungen, Diabetes, Osteoporose, Krebs und Allergien. Damit die Kosten aber übernommen werden, müssen die Beratungen vom Arzt angeordnet werden. In welche Höhe die Kosten übernommen werden, ist wiederum von Kasse zu Kasse unterschiedlich. Ausschlaggebend kann auch die Art der Behandlung sein. Es kann eine Rolle spielen, ob in Chroniker-Programm oder eine stationäre Behandlung verordnet wurde. Wer auf Nummer sicher gehen will, erkundigt sich bei der eigenen Krankenkasse.
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